IN A NUTSHELL

Schüler mit NFTE auf JUNIOR advanced vorbereiten.


STECKBRIEF

 JUNIOR advanced  






    Schulname Pauline-Thoma-Schule        Susanna Klein





















Bundesland Bayern
Schulform Mittelschule
JUNIOR Programm JUNIOR advanced
Jahrgangsstufe 7 bis 10
JUNIOR Premiumschule? Nein
Stundenkontingent     2 Stunden / Wo. plus Projektwochen
Schulpate/-in Susanna Klein

BEST PRACTICE BEISPIEL

Ausgangslage war der Wunsch der Schulleitung nach der Entwicklung eines Konzeptes zur vertieften Berufsorientierung sowie der Vorbereitung für die 2010 eingeführte Projektprüfung.

Nachdem ich vor meiner Lehrtätigkeit 13 Jahre im Einzelhandel selbstständig war, habe ich mit großem Eifer nach Möglichkeiten zur Umsetzung in der Schule gesucht. Dabei bin ich auf das Programm von der IW JUNIOR gGmbH aufmerksam geworden und habe 2009/2010 mit einer Gruppe von 20 Schülerinnen und Schülern, die ich bereits seit 2 Jahren im Fach Buchführung unterrichtet habe, die Schülerfirma PresenTeenS gegründet, die ich gemeinsam mit dem damaligen Konrektor als Schulpaten betreut habe.

Ziel ist, die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes zu unterstützen, dass sie für das Leben und die Berufstätigkeit gestärkt und vorbereitet sind. Sie entwickeln teilweise ganz nebenbei die nötigen "Soft" und "Hard Skills", die ihnen den Übergang von Schule in Beruf erleichtern.

Als Wirtschaftspaten konnten wir den Schauspieler und Sänger Markus H. Eberhard gewinnen. Mit ihm als Coach haben die Schülerinnen und Schüler auf der Schülerfirmenmesse in Fürth 2010 den 2. Platz für den besten Werbespot gewonnen.

Nachdem ich im September 2009 die Schülerfirma mit Unterstützung von JUNIOR gegründet hatte, lernte ich auf einer Lehrerfortbildung das NFTE-Curriculum kennen. Schon auf der Fahrt nach Hause entwickelte sich das Konzept - aufbauend auf dem dauerhaft durchgeführten Projekt der sozialwirksamen Schule nach Dr. Hopf (MS-Wasserburg), sollen die Schülerinnen und Schülern mit den Programmen von NFTE und JUNIOR die Ausbildungsreife verbessern.

Wohl wissend, dass sich nicht alle selbstständig machen können, entwickeln sich doch Qualitäten, die den zukünftigen Azubis von großem Nutzen in der Arbeitswelt sind. Die Mitarbeiter der Schülerfirma erklärten sich bereit auch den NFTE-Kurs als Hausarbeit in dem Schuljahr zu absolvieren. Ihr Feedback bestätigte meine Vermutung, dass der NFTE-Wirtschaftskurs sich als Vorbereitung für das Programm von JUNIOR sehr gut eignet.

Nicht alle Lehrkräfte sind überzeugt davon, dass die Entrepreneurship-Education als roter Faden in unserem Schulprogramm sinnvoll ist. Hier bedarf es immer wieder aufs Neue zu motivieren. Auch der häufige Lehrerwechsel ist eine Hürde, die nicht ganz leicht zu überwinden ist. Wir haben festgestellt, wie wichtig eine gute Information zu Beginn des Schuljahres für einen reibungslosen Ablauf der Projekte während des Schuljahres ist.


ERREICHTE ERFOLGE

  • 2010: 2. Platz für den besten Werbespot auf der Schülerfirmenmesse in Fürth
  • 2015: Sonderpreis bei der Veranstaltung "Rosenheimer Gründerpreis 2015" für eine Schülerin (Design your shoes)

O-TÖNE

Feedback von Gästen und Juroren:

Liebe Frau Klein, der Business-Tag an der Pauline-Thoma-Mittelschule war äußerst beeindruckend. Nicht nur die Kreativität der Schülerinnen und Schüler sondern auch die gezeigten Kompetenzen in den berufsorientierenden Fächern Soziales, Wirtschaft und Technik waren sehr überzeugend.

Es war ein rundum gelungener Tag, der zeigt, zu welchen hervorragenden Leistungen Mittelschülerinnen und Mittelschüler fähig sind. Mich haben aber doch die vielen interessanten Geschäftsideen und die dazu teilweise sehr genauen Vorstellungen über die Umsetzung fasziniert. Auch im Hinblick auf das Alter der Kandidaten war für mich wieder die bereits im letzten Jahr gemachte Erkenntnis, schon von jungen Menschen gute und umsetzbare Geschäftsmodelle vorgestellt zu bekommen, eine erfreuliche Erkenntnis.

Interessante Ideen, Freude am Unternehmertum und fachliches Wissen - die Begegnung mit diesen jungen Menschen hat mir sehr viel Freude bereitet. Die Schüler waren alle hervorragend vorbereitet und haben ihre Ideen mit großem Spaß vorgetragen. Ich finde das Projekt JUNIOR einen schönen Ansatz die ersten Einblick in die Wirtschaftswelt zu geben.


FAZIT

Nachdem ich mit einigen ehemaligen Schülerinnen und Schülern guten Kontakt habe, erfahre ich auch ob und wie ihnen die Kurse und Projekte im Beruflichen geholfen haben. Dabei ist das Feedback sehr positiv.

Für mich ist „Entrepreneurship“ eine Haltung. Es heißt nicht, dass sich jeder, der das Programm durchläuft, auch selbstständig machen muss. Die Gestalt, in der sich „Unternehmergeist“ zeigt (Kreativität, Einsatzfreude, Risikobereitschaft usw.) ist auch für mitdenkende und leistungsfähige Angestellte von Bedeutung. Eine Voraussetzung ist nicht zuletzt Teamfähigkeit, die sich mit so einem Projekt ausgezeichnet trainieren lässt.

Die JUNIOR Programme unterstützen die Eigenständigkeit noch mehr. Hier zeigt sich dann auch das Durchhaltevermögen - denn wenn es nicht als Klassenprojekt durchgeführt wird oder nicht der entsprechende Wirtschaftspate als Motivator gefunden wird, geht das Projekt trotz der guten Begleitung von JUNIOR auch mal schief.

Selbst wenn die Schülerinnen und Schüler nicht durchhalten lernen sie dennoch viel - denn auch Scheitern kann ihnen neue Möglichkeiten eröffnen. Durch die Arbeit mit den Programmen sollten die Schülerinnen und Schüler außerdem Einblicke in verschiedene Aufgabenbereiche bekommen und sich mit ihren Aufgaben weiterentwickeln.

Damit entwickeln die Schülerinnen und Schüler ein Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und der Einstieg ins Berufsleben wird leichter, was ehemalige Schülerinnen und Schülern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schülerfirma bestätigen.

Wenn ich dann die Schülerinnen und Schüler am schulinternen Businesstag stolz ihre Auszeichnungen entgegennehmen sehe, weiß ich warum ich mich auch in Zukunft dafür einsetze, das diese Projekte an der Schule stattfinden können.