JUNIOR Interview

Direkt nach der Schule stieg Lion Krüger in die Selbstständigkeit ein. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was er heute macht und wie es dazu kam:

1. Wann und mit welcher Geschäftsidee hast du dich selbstständig gemacht?

Mein Gewerbe habe ich im Juli 2017 angemeldet und mich somit über die Betreuungsgesellschaft Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft selbstständig gemacht. Ich bin in der Direktion Rudy in Dietingen tätig und werde dort maximal unterstützt, um mir „ein Unternehmen im Unternehmen“ aufzubauen.

Die Idee der Allfinanzberatung ist grundsätzlich keine neue. Für mich als Vermögensberater jedoch war es wichtig, dass ich mich mit meinem Team auf die Finanzberatung von jungen Berufsstartern spezialisiere, denn ich weiß selbst, wie schwer ein Überblick für junge Menschen am Finanzmarkt ist. Das Konzept eines Ansprechpartners für alle Fragen im Finanzbereich gefällt unseren Kunden sehr und erleichtert deren Finanz- und damit Zukunftsplanung enorm. Im Laufe meiner Selbständigkeit sah ich oft Berufsstarter, die teilweise völlig unnötige Verträge hatten und denen ein Ansprechpartner auf Augenhöhe fehlte. Als Vermögensberater sehe ich es als meine Aufgabe, junge Menschen ausführlich und transparent zu beraten. Ein Finanzkonzept, das der Kunde nicht versteht und überblickt, wird für ihn keinen Nutzen bringen.

Mittlerweile leite ich meine eigene Regionalgeschäftsstelle mit einem hauptberuflichen Mitarbeiter und einigen nebenberuflichen Mitarbeitern. Momentan expandieren wir und sind auf der Suche nach kompetenten Beratern oder Jungunternehmertalenten.

2. Was motiviert dich am meisten zur Selbstständigkeit?

Ich möchte mir ein eigenes Unternehmen aufbauen. Mich macht es unglaublich glücklich, mein Team zu fördern und deren Erfolg anzukurbeln. Klar bin ich auch ökonomisch motiviert und habe das Ziel, mir ein passives Einkommen aufzubauen und somit die für mich definierte finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen.

3. Gab es Momente, in denen du an deiner Gründung gezweifelt hast? Wenn ja, welche?

Ich denke, jeder Unternehmer – egal in welcher Branche oder Unternehmensgröße – hat diese Zweifel und Gedanken. Ich bin der Meinung, dass genau solche Momente entscheidend sind und erfolgreiche von erfolglosen Unternehmern trennen. Ich selbst hatte mit starkem Gegenwind aus Familie und Freundeskreis zu kämpfen und habe mich aber aktiv entschieden, diesen Gegenwind als Ansporn zu sehen und es den „Wiedersachern“ zu beweisen. Ich stellte mir dann oft die Frage: „Warum sollte ich mich unterkriegen lassen, an meinen Träumen und Zielen zu arbeiten, nur weil jemand anderes diese Ziele belächelt oder meine Träume für surreal hält?“ Es ist allein meine Entscheidung, was ich in meinem Leben erreichen möchte und welche Ziele ich mir setze. Ich habe es geschafft, dass mittlerweile ein Teil dieser Kritiker hinter mir steht und ich von diesen Menschen teilweise nach Rat im Finanzbereich gefragt werde.

4. Welche Erinnerungen verbindest du mit deinem JUNIOR Unternehmen?

Ich bin unglaublich dankbar für die Zeit und Praxiserfahrung im Vertrieb sowie die erworbene Selbstständigkeit durch unser JUNIOR Unternehmen Mattentat. Es waren viele Höhen und Tiefen dabei, aber wir funktionierten enorm gut im Team und ergänzten uns super. Klar war mal mehr und mal weniger Engagement von einzelnen dabei, der Kern jedoch engagierte sich immer stark und das schweißte super zusammen. Der Berlinaufenthalt beim Bundesfinale bleibt auch in Erinnerung.

5. Was für ein Unternehmen habt ihr gegründet?

Unsere Idee war es, vor jede Haustür ein Stückchen Heimat zu legen. So produzierten wir Polyamid-Fußmatten mit der Skyline unserer Heimatstadt Rottweil. Das war die grundlegende Idee von Mattentat. Wir erkannten eine Marktnische und produzierten mehr verschiedene Designs, um auch überregional Fuß zu fassen. Eine Kokosmatte mit Aufdruck wurde dann auch in Zusammenarbeit mit der St. Franziskus Stiftung produziert. Wir konnten unglaublich viele Erfahrungen sammeln, ob die Arbeit mit Sehbehinderten und taubstummen Menschen oder auch der Vertrieb auf dem Weihnachtsmarkt und Wochenmarkt gaben uns genauso viel Praxiserfahrung wie der Umgang mit Lagermodulen im Onlineshop.

6. Gibt es noch heute eine Verbindung mit deinem Unternehmen?

Ja, einige der ehemaligen Mitunternehmer von JUNIOR, die seit dem Abitur dual studieren bzw. eine Ausbildung machen, sind jetzt Kunden von mir. Außerdem besteht Mattentat bis heute und ich informiere mich regelmäßig, wie sich das Startup entwickelt. Die zwei Mattentat-Jungs, die das Unternehmen übernahmen, sind Freunde von mir und wir sind somit in regem Kontakt.

7. Was ist die wichtigste Eigenschaft, um erfolgreich zu gründen?

Ich halte Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen für Eigenschaften, die Unternehmer erfolgreich machen können. Wer keine klaren Ziele hat, hat auch keine Möglichkeit, eine passende Route zum Erfolg zu erarbeiten. Und wer kein Durchhaltevermögen besitzt, erreicht das Ziel nie, auch wenn der Weg noch so klar ist.

Link zur Website des Jungunternehmers: https://www.dvag.de/Lion.Krueger