JUNIOR Interview

Die JUNIOR Geschäftsidee legte für Matthias Röder den Grundstein für sein heutiges Unternehmen - 20 Jahre sind seitdem vergangen. Wir haben mit dem Unternehmer gesprochen:
 

1. Wann und mit welcher Geschäftsidee haben Sie sich selbstständig gemacht?

Basis für das Unternehmen war das JUNIOR Unternehmen, welches für lokale Unternehmen Webseiten gestaltet und programmiert hat. Zunächst mit zwei Freunden gegründet, habe ich nach zwei Jahren das Unternehmen mit einem neuen Geschäftspartner an einem neuen Standort weitergeführt (meine Freunde haben nach Abitur und Wehr-, bzw. Zivildienst ein Studium vorgezogen).

Aus dieser Agentur hat sich heute eine kleine Unternehmensgruppe mit Sitz im saarländischen Saarlouis und Beteiligungen in Saarlouis, Saarbrücken, Luxemburg und Karlsruhe entwickelt. Neben zwei Werbeagenturen, einer Content und Social Agentur und zwei Start- Up’s im Bereich Medienanalyse beraten wir mit unserer Strategieberatung Kunden in den Bereichen digitale Transformation, konzipieren Digitalisierungsstrategien und entwickeln individuelle Softwarelösungen zur Unterstützung und Umsetzung der erarbeiteten Strategien.

2. Was motivierte Sie am meisten zur Selbstständigkeit?

Mein ursprünglicher Berufswunsch war es, Architekt zu werden. Bereits mit 14 Jahren habe ich in den Sommerferien als Aushilfe in einem Architekturbüro gearbeitet und konnte dadurch schon sehr früh Einblick in das Leben eines selbstständigen Unternehmers erlangen, inklusive Termindruck und durchgearbeiteten Nächten. Ich konnte mir seitdem keine andere Form der beruflichen Selbstverwirklichung vorstellen, als eine selbstständige bzw. unternehmerische Tätigkeit auszuüben. Das JUNIOR Jahr im Schuljahr 1997/1998 hat diesen positiven Eindruck verstärkt. Es war die für mich richtige Entscheidung.

3. Gab es Momente, in denen Sie an Ihrer Gründung gezweifelt haben? Wenn ja, welche?

Diese Momente gab es immer wieder. Wer als Schüler ein Unternehmen gründet, mit 19 einen Mietvertrag für ein 300qm Büro unterschreibt und ohne Ausbildung und Studium in die berufliche Selbständigkeit startet, der erlebt immer wieder Momente, in denen Zweifel angebracht sind. Gerade die Zeit nach Platzen der dotcom Blase und nach 9/11 waren auch wirtschaftlich sehr hart. Doch keine dieser Momente des Zweifelns dauerten so lange, dass ich über ein Ende der Selbständigkeit ernsthaft nachgedacht habe.

4. Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrem JUNIOR Unternehmen?

Im Grunde nur Positive, natürlich sehr viele schöne und auch lustige Momente. Die Konfrontation mit dem Steuerrecht auf die Frage eines Kunden, ob wir die Umsatzsteuer ausweisen können und wie eine Website abzuschreiben sei ebenso, wie die Fahrt als Beifahrer auf der Vespa eines JUNIOR Kollegen zu den ersten Kunden. Aber auch die wertvolle Erfahrung, gemeinsam im Team unternehmerische Entscheidungen zu treffen, Ideen und Visionen zu verwirklichen und damit tatsächlich Anklang am Markt zu finden. Im Nachhinein betrachtet, waren wir alle noch sehr grün hinter den Ohren, aber alle Beteiligten haben wertvolle Erfahrungen in dieser Zeit gesammelt, die ihnen den späteren beruflichen Weg erleichtert haben.

5. Was ist die wichtigste Eigenschaft, um erfolgreich zu gründen?

Man braucht Durchhaltevermögen, Disziplin und einen realistischen Blick auf Produkt, Markt und Konkurrenz. Es nützt nichts, sich Dinge schönzurechnen. Ganz wichtig ist es, stets die Finanzen im Blick zu halten.

Mehr Infos über den Alumnus und seine heutige Tätigkeit hier: www.m7g.de